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Warum Sportwissenschaftler empfehlen, beim Training gelegentlich mit geschlossenen Augen zu üben

Warum Sportwissenschaftler empfehlen, beim Training gelegentlich mit geschlossenen Augen zu üben

Mitten im Fitnessstudio steht eine Frau am Kabelzug und schließt plötzlich die Augen. Sie hält ihre Position, als würde sie von innen gesteuert. Andere Sportler um sie herum werfen ihr verwunderte Blicke zu – was macht sie da?

Es ist eine ungewöhnliche Trainingsmethode, die in letzter Zeit immer mehr an Popularität gewinnt: das Üben mit geschlossenen Augen. Dabei konzentrieren sich die Sportler ganz auf ihre Körperwahrnehmung, ohne sich durch visuelle Reize ablenken zu lassen. Für manche mag das zunächst befremdlich klingen, doch Sportwissenschaftler empfehlen diese Technik aus gutem Grund.

## Die Vorteile des Trainings mit geschlossenen Augen

Wenn der Spiegel unwichtig wird, können Sportler ihre Bewegungen und Körperempfindungen viel genauer wahrnehmen. Das Gehirn wird dazu angeregt, neue neuronale Verbindungen zu bilden und die Bewegungsabläufe zu optimieren. Laut Experten führt dies zu einer deutlichen Verbesserung der Körperbeherrschung, Koordination und Bewegungseffizienz.

> “Wenn wir die Augen schließen, schalten wir eine ganze Flut an visuellen Informationen aus. Das Gehirn kann sich dann voll und ganz auf die Signale aus dem Bewegungsapparat konzentrieren”, erklärt Dr. Lisa Müller, Sportphysiologin an der Universität München.

## Wie du sicher mit geschlossenen Augen trainierst

Natürlich ist es wichtig, beim Training mit geschlossenen Augen vorsichtig vorzugehen. Unerfahrene Sportler sollten zunächst mit leichten Übungen beginnen und sich langsam steigern. Wichtig ist auch, dass jemand in der Nähe ist, um im Zweifelsfall einzugreifen.

> “Anfangs ist es normal, dass man sich etwas unsicher fühlt. Aber mit der Zeit lernt der Körper, die fehlenden Sehreize zu kompensieren”, betont Physiotherapeutin Sarah Weber. “Entscheidend ist, dass man die Übungen langsam und kontrolliert ausführt.”

Fortgeschrittene Sportler können dann auch anspruchsvollere Bewegungen mit geschlossenen Augen trainieren, etwa Sprünge oder Richtungswechsel. Das hilft ihnen, ein noch tieferes Körpergefühl zu entwickeln.

Tipps für sicheres Training mit geschlossenen Augen Vorteile des Trainings
– Beginne mit leichten, kontrollierten Übungen
– Lass jemanden in der Nähe, der dich sichert
– Führe Bewegungen langsam und konzentriert aus
– Steigere den Schwierigkeitsgrad nach und nach
– Verbesserung der Körperwahrnehmung
– Stärkung der Koordination und Bewegungseffizienz
– Aufbau eines tieferen Körpergefühls
– Optimierung der Bewegungsabläufe

## Was bleibt, wenn du den Blick nach innen drehst

Wenn der Fokus nicht mehr nach außen, sondern nach innen gerichtet ist, passiert Erstaunliches: Die Sportler berichten von einem intensiveren Körperempfinden und einer gesteigerten Konzentration. Durch das Üben mit geschlossenen Augen lernen sie, ihre Bewegungen feiner abzustimmen und unerwünschte Spannungen im Körper rechtzeitig zu erkennen.

> “Viele Sportler sind erstaunt, wie viel mehr sie über ihren Körper wahrnehmen, wenn sie die visuelle Ablenkung ausschalten”, sagt Sportwissenschaftler Dr. Thomas Weber. “Sie können dann Feinheiten in der Bewegungsausführung spüren, die ihnen sonst verborgen bleiben.”

Diese gesteigerte Körperwahrnehmung hat auch positive Auswirkungen auf die mentale Verfassung. Die Sportler fühlen sich entspannter und fokussierter – eine wichtige Voraussetzung für optimale Leistungen.

Effekte des Trainings mit geschlossenen Augen Expertenmeinungen
– Intensiveres Körperempfinden
– Gesteigerte Konzentration und Entspannung
– Frühzeitiges Erkennen von Spannungen
– Optimierung der Bewegungsausführung

“Viele Sportler sind erstaunt, wie viel mehr sie über ihren Körper wahrnehmen, wenn sie die visuelle Ablenkung ausschalten.” – Dr. Thomas Weber, Sportwissenschaftler

“Wenn wir die Augen schließen, schalten wir eine ganze Flut an visuellen Informationen aus. Das Gehirn kann sich dann voll und ganz auf die Signale aus dem Bewegungsapparat konzentrieren.” – Dr. Lisa Müller, Sportphysiologin

“Anfangs ist es normal, dass man sich etwas unsicher fühlt. Aber mit der Zeit lernt der Körper, die fehlenden Sehreize zu kompensieren.” – Sarah Weber, Physiotherapeutin

## Anwendung in unterschiedlichen Sportarten

Das Training mit geschlossenen Augen lässt sich in den verschiedensten Sportarten einsetzen – vom Krafttraining über Yoga bis hin zu Kampfsportarten. Besonders profitieren können Sportler, deren Leistung stark von Körperbeherrschung und Bewegungseffizienz abhängt.

> “Gerade in technisch anspruchsvollen Sportarten wie Turnen, Fechten oder Skifahren kann das Üben mit geschlossenen Augen enorme Vorteile bringen”, erklärt Sportwissenschaftlerin Dr. Anna Schneider. “Die Athleten lernen, ihre Bewegungen präziser zu kontrollieren und Fehler frühzeitig zu erkennen.”

Auch im Rehabilitation-Bereich findet das Technik zunehmend Anwendung. Patienten mit Gleichgewichtsstörungen oder Bewegungseinschränkungen können so ihre Körperwahrnehmung und Motorik gezielt verbessern.

## Der Schlüssel zum Erfolg: Geduld und Disziplin

Wie bei jeder neuen Trainingsmethode braucht es auch beim Üben mit geschlossenen Augen Zeit und Übung, bis die Vorteile spürbar werden. Sportler müssen lernen, ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten und sich von äußeren Reizen nicht ablenken zu lassen.

> “Es erfordert Geduld und Disziplin, sich auf die inneren Empfindungen zu konzentrieren. Aber wer dranbleibt, wird belohnt”, betont Sporttherapeut Michael Schneider. “Das Training mit geschlossenen Augen kann eine wertvolle Ergänzung zum klassischen Training sein und die Leistungsfähigkeit enorm steigern.”

Wer also seinen Körper und seine Bewegungen noch besser verstehen und kontrollieren möchte, sollte das Üben mit geschlossenen Augen unbedingt in sein Trainingsprogramm aufnehmen. Es ist eine einfache, aber effektive Methode, um die eigenen Grenzen auszuloten und über sich selbst hinauszuwachsen.

## FAQ

Wie lange sollte man beim Training mit geschlossenen Augen üben?

Anfänger sollten zunächst nur kurze Einheiten von 5-10 Minuten einplanen. Mit zunehmender Erfahrung kann die Dauer dann schrittweise gesteigert werden, bis hin zu 30 Minuten oder länger.

Kann man auch anspruchsvolle Übungen mit geschlossenen Augen machen?

Ja, fortgeschrittene Sportler können durchaus auch komplexere Bewegungen wie Sprünge oder Richtungswechsel mit geschlossenen Augen trainieren. Wichtig ist dabei, langsam und kontrolliert vorzugehen.

Welche Sportarten profitieren besonders vom Training mit geschlossenen Augen?

Besonders geeignet sind Sportarten mit hohen Anforderungen an Körperbeherrschung und Bewegungseffizienz, wie zum Beispiel Turnen, Fechten, Skifahren oder Kampfsportarten.

Muss man beim Training mit geschlossenen Augen Sicherheitsmaßnahmen beachten?

Ja, auf jeden Fall. Unerfahrene Sportler sollten immer jemanden in der Nähe haben, der sie im Zweifelsfall sichert. Zudem ist es wichtig, die Übungen langsam und kontrolliert auszuführen.

Wie kann man das Training mit geschlossenen Augen in den Alltag integrieren?

Neben dem klassischen Workout-Programm kann man das Üben mit geschlossenen Augen auch in den Alltag einbauen – zum Beispiel beim Zähneputzen, Kochen oder bei Meditationsübungen.

Bringt das Training auch Vorteile für den Rehabilitation-Bereich?

Ja, das Training mit geschlossenen Augen kann auch für Patienten mit Gleichgewichtsstörungen oder Bewegungseinschränkungen sehr hilfreich sein. Es hilft ihnen, ihre Körperwahrnehmung und Motorik zu verbessern.

Wie fange ich am besten mit dem Training an?

Beginne am besten mit leichten, kontrollierten Übungen wie Standübungen oder einfachen Bewegungsabläufen. Lass dich dabei von jemandem sichern und steigere den Schwierigkeitsgrad langsam. Wichtig ist, die Übungen ruhig und konzentriert auszuführen.

Kann man das Training auch im Wettkampf einsetzen?

In den meisten Sportarten ist ein Training mit geschlossenen Augen während des Wettkampfs nicht erlaubt. Allerdings können Sportler die Technik im Training nutzen, um ihre Bewegungsabläufe zu verfeinern und ihre Leistung zu steigern.